innovationsforum 2010

Rückblick auf das Innovationsforum 2009

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Innovationsforum Medizintechnik 2009

Nach der Eröffnung durch die Moderatorin Katja Nellissen hieß der Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Günter Stock, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen. In seinem Grußwort wagte er einen Blick in die Zukunft: bis zum Jahr 2020 werden sich die weltweiten Krankheitslasten verschieben. So werden dann z.B. Herz- und Lungenkrankheiten ganz weit oben stehen, während 1990 z.B. noch Atemwegserkrankungen die Liste der weltweit am häufigsten vertretenen Krankheitsbilder anführten. Angesichts dieser Erkenntnisse sei es elementar, frühzeitig die Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten zu erkennen und zu behandeln. Auf diese Weise könne die regenerative Medizin zu einer frühen Wiedererlangung der funktionalen Fähigkeiten beitragen.

"Neue Trends in der Medizintechnik"

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jürgen Schüttler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. und Direktor der Anästhesiologischen Klinik, Univsersitätsklinikum Erlangen, stellte anschließend neue Trends in der Medizintechnik vor. Als Leitthemen der Zukunft identifizierte er die bildgebende Diagnostik, personalisierte Medizin, intelligente Sensorik sowie Produkt- und Prozessoptimierung.

Innovationswettbewerb Medizintechnik

Vor der offiziellen Preisverleihung zeigte Prof. Dr. Hans-Reiner Figulla, Direktor der Klinik für Innere Medizin, Universitätsklinikum Jena, dass die Förderung durch den Innovationswettbewerb Medizintechnik ein wirkliches Sprungbrett für eine Entwicklung sein kann. Anschließend überreichte Dr. Gabriele Hausdorf, Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Vertretern der 11 Gewinnerprojekte ihre Urkunden.

 

Diskussionsrunde: klinische Prüfungen bei Medizinprodukten

Vor der Mittagspause diskutierten die Vertreter der drei für die Medizintechnikbranche wichtigen Ministerien Dr. Gabriele Hausdorf, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dr. Matthias Neumann, Bundesministerium für Gesundheit und Andrea Weinert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit den Experten und Industrievertretern Dr. Carmen Schade-Brittinger, KKS Marbug, Dr. Dieter Dannhorn, mdt medical devices testing GmbH und Volker Schöwel von der Biotronik GmbH & Co. KG über das Verfahren der klinischen Prüfungen bei Medizinprodukten.

Matchmaking "Wissenschaft trifft Wirtschaft"

Während die Mittagspause viel Zeit für Gespräche bot, traten die vorab angemeldeten über 40 Teilnehmer der  Matchmaking-Börse „Wissenschaft trifft Wirtschaft“ gezielt in Kontakt miteinander.

Neue Organisationsformen bei der Entwicklung
innovativer Medizintechnik

Prof. Dr. Axel Haverich stellte das Niedersächsisches Zentrum für Biomedizintechnik (NZBMT) vor. Um sich den derzeitigen und zukünftigen klinischen Herausforderungen stellen zu können, nehmen die Themen Biokompatibilität und Implantatentwicklung an Bedeutung zu. Biomedizintechnik stellt in der hannoverschen Universitätslandschaft ein hochschulübergreifendes transdiziplinäres Themenfeld dar.

Studienvorstellung "Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik"

Wie innovative Medizintechnik konkret zu Einsparungen in der Gesundheitswirtschaft führen kann, illustrierten Prof. Dr. Marc Kraft (TU Berlin) und Dr. Marcus Fuchs (Droege & Comp.). Sie stellten die brandneuen Ergebnisse der Studie zum Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik vor. In der nunmehr vierten Studie wurde an ausgewählten Beispielen detailliert untersucht, wie moderne Medizintechnik-Produkte Prozesse und Kostenstrukturen verändern.
www.einsparpotenzial-medizintechnik.de

"Von der Innovation zur medizinischen Anwendung"

Zum Abschluss des Tages nahm sich eine Diskussionsrunde der Frage an, wie Innovationen in die Anwendung kommen und welche Stolpersteine einer Innovation den Marktzugang erschweren. Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rohde von der RWTH Aachen und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) erläuterte den Weg zum „Return on Investment“. Anhand von Beispielinnovationen zeigte er sehr anschaulich, wo die Hürden in der medizintechnischen Wertschöpfungskette liegen. Anschließend erörterten die Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Axel Haverich, Medizinische Hochschule Hannover, Prof. Dr. Thomas Schmitz-Rohde, RWTH Aachen und Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), Dr. Matthias Perleth, Gemeinsamer Bundesausschuss, Dr. Meinrad Lugan, BVMed, und Christian O. Erbe, ZVEI, mögliche Ansätze für eine größere Transparenz bei der Zulassung und Wege, die bestehenden Innovationshürden zu beseitigen.

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